Samstag, 1. Dezember 2012

Unternehmertum bedeutet auch soziale Verantwortung

Heute starten wir die Gastautor-Reihe im WJ-Konstanz-Hegau-Blog. Los gehts mit Michael Thode von der Lösungsfabrik Bodensee.

Unternehmertum bedeutet auch soziale Verantwortung (von Gastautor Michael Thode)


In unserer schnelllebigen Zeit und den tägliche Meldungen über geplante Entlassungen ist es nötig einmal mehr zu betonen, dass Unternehmertum auch soziale Verantwortung bedeutet. Unternehmensinhaber und –lenker sind nicht der kurzfristigen Gewinnmaximierung verpflichtet, sondern auch (und nicht zuletzt) den angestellten Mitarbeitern, die mit ihrem Lohn ihre Existenz und die ihrer Familien bestreiten.

Qualitätsmanagement kann gerade für kleine und mittelständische Unternehmen eine Möglichkeit sein, dieser Verantwortung nachzukommen und den Grundstein für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sein. Dabei geht es nicht vorrangig um die Schaffung von neuen Dokumentationsfluten oder einer Überregulierung. Qualitätsmanagement liefert auch ideale Werkzeuge, um Produkte oder Prozesse im Vorwege auf mögliche Fehler und deren Auswirkungen zu durchleuchten.
Im Rahmen einer FMEA-Analyse (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse, weitere Informationen dazu hier) lassen sich im Vorwege Produkte auf mögliche Fehler, deren Entstehungsmöglichkeiten und die Auswirkungen der Fehler untersuchen. Somit kommt man weg vom kurzfristigen Auftragsdenken (man liefert seine Produkte und die Sache ist erledigt) hin zu einer Steigerung der Kundenzufrieden, die in der Regel durch mehr Umsatz der zufriedenen Kunden honoriert wird.

Ebenso wird dadurch das Haftungsrisiko des Unternehmens gemindert, denn es kann nachweisen, dass im Falle eines Falles ein Fehler nicht fahrlässig in Kauf genommen wurde, sondern im Vorwege alles unternommen wurde, damit der Fehler nicht auftritt. Grobe Fahrlässigkeit ist damit normalerweise ausgeschlossen und die Versicherung übernimmt den Schaden. Somit ist dies dann kein (unternehmensbedrohlicher) finanzieller Schaden für das Unternehmen.
Ebenso lässt sich solche eine Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse natürlich auch auf angebotene Dienstleistungen oder Finanzprodukte anwenden. Auch hier kann man verschiedene Einflussfaktoren „durchspielen“ und über eine simulierte Eintrittswahrscheinlichkeit und die Größe des zu erwartenden Fehlers Risiken erkennen, genau spezifizieren und versuchen diese zu minimieren oder komplett auszuschließen. Man stelle sich nur vor, die Finanzinstitute hätten diese Analyse bei den Produkten angewendet, die zur letzten „Immobilienkrise“ geführt haben. Uns wäre vieles erspart geblieben und viele verlorene Arbeitsplätze durch die dadurch ausgelöste Wirtschaftskrise würden noch existieren.

1 Kommentar:

  1. Hallo und vielen Dank für den tollen Artikel zur FMEA. Deiser Artikel bietet viele Infos zur Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse und erleichtert das Verständnis, der Abläufe. Ich werde den Artikel meiner Bekannten weiterempfehlen. Sie macht gerade eine Fortbildung zur FMEA.

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